24. Juli 2020

Richtig digitalisiert? Dazu braucht es starke Produkte

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Produkte // Was zeichnet zukunftsweisende Digitalisierungsprodukte aus?
Die Antwort darauf findet sich in den drei Stichworten: Offenheit, Modularität und Innovationskraft. Nur wenn diese eng zusammenarbeiten, entstehen starke Produkte, die
auch den Herausforderungen der sich beschleunigenden Digitalisierung und den Veränderungen am Markt gewachsen sind.

In den 90er- und 00er-Jahren sah die IT-Welt noch ganz anders aus. Sie wurde von grossen Firmen dominiert, die ihre Produkte zumeist unabhängig voneinander entwickelten und auf den Markt brachten. Die sogenannten proprietären Lösungen liessen den Kunden nur wenig Wahl.  Der Hersteller bestimmte, was die Lösung kann und wie sie einzusetzen ist. Anpassungen sind in dieser Welt nur mit sehr viel Aufwand oder überhaupt nicht möglich. Zudem begeben sich Nutzer damit oft in die gefährliche Abhängigkeit zu einem Anbieter, der sogenannte «Vendor Lock-in».  

In den letzten 10 Jahren hat sich viel getan. Die oben skizzierte Welt gehört zunehmend der Vergangenheit an. Was heute zukunftssichere IT-Produkte ausmachen, sind: Offenheit, Modularität und Innovationsfreudigkeit. Denn sie sorgen dafür, dass Produkte auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. 

 

Offenheit befördert Innovationen 

Die Öffnung von IT-Systemen und Produkten ist in den letzten Jahren immer mehr zum Standard geworden. Auch einst sehr verschlossene Firmen wie Microsoft setzen voll auf diesen Trend. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Vor allem hat sich gezeigt, dass die Komplexität in der digitalen Transformation immer mehr zunimmt. Ein Unternehmen allein kann diese kaum alleine bewältigen und daher wurde es wichtiger, sich in Ökosystemen zusammenzufinden. In diesen offenen Ökosystemen können Partner ihre Stärken einbringen und das Produkt gemeinsam für den Kunden besser machen. Die Grundvoraussetzungen dafür sind eine moderne Architektur mit State-of-the-art Technologien und offene Schnittstellen (APIs) über alle Ebenen hinweg. Derzeit sind viele Unternehmen gegenüber der Öffnung von Schnittstellen eher zurückhaltend eingestellt. Durch die PSD2 in der Europäischen Union wird diese Öffnung von Schnittstellen in der Finanzbranche zum Standard. Auch wenn die Schweiz nicht direkt davon betroffen ist, so können sich Banken und Entwickler von Bankenlösungen dem Trend zur Offenheit nicht verschliessen. Andere Bereiche werden diesem Beispiel folgen, ohne dass der Gesetzgeber hier den Rahmen setzen muss.  

 

Modularität fördert Individualität 

Jeder Kunde ist unterschiedlich. Faktoren wie das Alter der IT-Infrastruktur, Kundenbasis, Innovationsfreudigkeit oder auch die Zusammensetzung der Mitarbeiterschaft sind wichtige Kriterien, wenn es um das Anschaffen von neuen IT-Produkten geht. Daher muss jedes Produkt an die Bedürfnisse des Kunden abgepasst werden. Je monolithischer ein Produkt dabei ist, desto aufwändiger und fehleranfälliger der Prozess. 

Wichtig ist es daher, dass Produkte möglichst modular aufgebaut sind. So lassen sich die einzelnen Komponenten unabhängig voneinander an die bestehenden Systeme anpassen und in Prozesse integrieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kunde sich die Module aussuchen kann, die er auch wirklich braucht. Er muss nicht einen grossen Berg an Produkten kaufen, die er am Ende nicht nutzt. Kunden können sich damit auch für die besten verfügbaren Produkte oder Module entscheiden, die zu seinen Bedürfnissen passen.  
Ein weiterer Vorteil der Modularität ist, dass die Time-to-Market deutlich sinkt. Der Kunde kann mit einzelnen Modulen beginnen und zu einem späteren Zeitpunkt regelmässig neue Funktionalität oder Dienste aufschalten. Dies bietet auch die Möglichkeit, kleinere Innovationsschritte zu gehen und erste einmal auszutesten. Der Arbeitsaufwand und die Toleranz für Fehler werden dadurch deutlich gesenkt. 
Unter all diesen Gesichtspunkten ist die Modularität ein entscheidendes Kriterium. Sie stellt den Kunden mit seinen Bedürfnissen in den Fokus.  

 

 
An der Spitze der technologischen Entwicklung stehen 

Bei der Wahl eines Produktanbieters werden oft Grösse und Verbreitung von Produkten hoch gewichtet. Dies sagt jedoch nichts darüber aus, wie modern und zukunftsweisend ein Produkt tatsächlich ist. Demzufolge sollten Kunden auch die Innovationsfreudigkeit eines Anbieters berücksichtigen. Gerade kleinere und mittlere Softwareanbieter haben hier oft die Nase vorne.  

Die Technologiezyklen in der IT werden immer schneller. Viele grosse Anbieter tun sich schwer, diese Zyklen schnell genug nachzuvollziehen, auch wenn sie viele Ressourcen haben. Hier liegt die Stärke von Anbietern wie ti&m, die durch Agilität und weniger komplexen Lösungen schneller auf neue Trends reagieren können. Dazu kommt, dass grosse Anbieter oft nicht als Early Adapter in Erscheinung treten. Sie warten eher ab, bis sich eine Technologie etabliert hat. Es braucht jedoch auch Mut, um schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. In diesem Prozess mag es manchmal auch Rückschläge geben. Technologien erfüllen die Erwartungen nicht oder die Kosten-Nutzen-Rechnung geht nicht auf. Diese Unwägbarkeiten lassen sich nicht vermeiden, wenn man immer an der Spitze der Technologie stehen will. Daher kommt es darauf an, dass der Anbieter von modernen Softwareprodukten nicht nur innovativ ist, sondern auch schnell aus Fehlern lernt. 

Zuletzt braucht ein Softwareanbieter auch eine langfristige Vision für seine Produkte. In der Regel besteht diese in einer transparenten Roadmap, welche Erneuerungszyklen und Innovationsschritte beinhaltet. Man sollte diese Roadmap aber nicht als starres Gerüst verstehen. Sie ist vielmehr ein Wegweiser für die Reise in den nächsten Jahren. Sie bietet Planungssicherheit und schafft Vertrauen, muss aber auch immer flexibel auf Markttrends reagieren können. 

 

Die Produktpalette von ti&m 

Die Produkte von ti&m sind in der ti&m channel suite und ti&m security suite zusammengefasst. Sie werden seit jeher nach den Gesichtspunkten Offenheit, Modularität und Innovationsfreudigkeit entwickelt — dies ist sozusagen die DNA von ti&m. Auch langfristige Technologiepartnerschaften sind uns sehr wichtig. Dies sind etwa Partnerschaften mit Core-Banking-Anbietern wie Finnova oder mit den drei grossen Cloud-Hyperscalern AWS, Google Cloud Platform und Microsoft Azure. Durch breit abgestützte Partnerschaften können wir unseren Kunden stets die für sie passendsten Digitalisierungslösungen anbieten. Beispielhaft dafür steht das überarbeitete E-Banking von ti&m, welches die Bank CIC im 2019 als erste Bank live genommen hat.  

Wir betreuen unsere Kunden ganzheitlich. Angefangen bei der Identifikation von Problemen, der Entwicklung eines ersten MVPs in der ti&m garage über das Design & UX bis hin zum Betrieb und Hosting des fertigen Produktes. Alle Lösungen bekommen Sie bei uns aus einer Hand. Dies mit einem lokal verfügbaren Team und klaren Ansprechpartner, wodurch wir eine unvergleichbare Time-to-Market erreichen.

 

 

ti&m special Jubiläum

Das ganze Heft hier downloaden. 

 


Samuel Scheidegger
Samuel Scheidegger

In seiner beruflichen Laufbahn war Samuel Scheidegger in verschiedenen IT-Management-Positionen tätig, u.a. bei der Bank Julius Bär und der Credit Suisse. Er studierte Informatik an der Berner Fachhochschule und hält einen Dual Degree der University of Rochester (MBA) und der Universität Bern (Executive MBA).

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