15. Juli 2019

When hardware becomes software

Thomas Wüst, CEO ti&m

Die Digitalisierung macht vor nichts Halt, nicht einmal vor sich selber. Von der reinen Rechenkapazität über Technologieinfrastruktur bis hin zu kompletten Business Services kann heute alles aus dem Netz, jetzt Cloud genannt, bezogen werden. Und dies ist weit mehr als lediglich eine Verlagerung von betrieblichen Prozessen.

Das Potential der Cloud wird den gesamten Wettbewerb revolutionieren, indem sie ihre Rechenpower für praktisch jedermann verfügbar macht. Die Cloud ist keine Option, die Cloud ist die Art und Weise, in der digitale Dienste bereitge­stellt werden. Bereits heute, aber ganz sicher in naher Zukunft. 

Das Versprechen der Cloud wirft jegliche hergebrachte Kostenrechnung über den Haufen. Die Bereitstellung von Digital Services erfordert keine hohen Vorab-Investitionen in Hardware und Infra­struktur, die Kosten entstehen erst mit dem Betrieb – on demand und genau auf den aktuellen Bedarf hin optimiert («from CAPEX to OPEX»). Und die Anbieter arbeiten mit Hochdruck und mit beeindruckenden Ergebnissen an diesem Versprechen. Bereits heute stehen auch kleinen Anwendern hochskalierbare und sichere 
Umgebungen zur Verfügung, in denen sich Innovationen realisieren lassen, an die früher nur Grossunternehmen mit dem 
entsprechenden Budget überhaupt denken konnten. 

Aber wie immer im Leben stehen auch bei der Adaption der Cloud noch ein paar Hausaufgaben zwischen dem Versprechen und dem abschliessenden Genuss. So stellen sich speziell für Banken, Versicherer und weitere Besitzer von sensiblen Daten viele essentielle rechtliche und regulatorische Fragen. Wo liegen die Daten, unter welcher Legislative stehen sie, erfüllt die Speicherung und Verarbeitung die notwendigen Datenschutzbestimmungen, was passiert bei einer Übernahme des Cloud-Anbieters, wer trägt letztendlich die Verantwortung? Hier wird sich noch so mancher Jurist eine goldene Nase verdienen, aber die Probleme sind eher kompliziert als komplex – also lösbar. 

Ein weiterer Aspekt sind die Software-Architekturen, sowohl von bestehenden als auch von neuen Lösungen. Cloud-Lösungen bauen auf feingranularen Services auf, die beispielsweise über zahlreiche Container hinweg betrieben und orchestriert werden. Diese neuen Technologien müssen erst einmal beherrscht werden, die Migration von eher monolithisch gebauten Alt-Applikationen ist dann die nächste Herausforderung. 
 

Die Cloud wird Mainstream werden, denn die Vorteile Cloud-basierter Services sind bestechend.

Und dann ist auch «Cloud» nicht immer gleich «Cloud». Jeder Anbieter hat seine eigenen Lösungen in seinen Technologie-Stack integriert. Was passiert also, wenn man den Anbieter wechseln möchte? Wie vermeide ich einen «vendor lock-in», und welche Restriktionen muss ich eingehen, wenn ich beispielsweise einen Multi-Cloud-Ansatz fahre?

All diese Fragen werden den Siegeszug der Cloud nicht aufhalten können. Die Cloud wird Mainstream werden, denn die Vorteile Cloud-basierter Services sind bestechend. Und zur Bewältigung der Hausaufgaben kann man sich kompetente Unterstützung ins Haus holen. So haben wir bei ti&m unser Portfolio konsequent auf die Cloud ausgerichtet. Als Partner der wichtigsten Cloud-Provider bieten wir von der Ausbildung über die Erarbeitung der für Ihr Unternehmen optimalen Cloud-Strategie bis hin zur Implementierung von modernen Cloud-basierten Applikationen das gesamte Spektrum an Unterstützung an. Darüber hinaus adressiert die ti&m swiss banking cloud alle Bedürfnisse nach einer hochsicheren, regelkonformen und lokalen Lösung. Und, last but not least, sind alle unsere Produkte nicht nur «cloud-ready», unsere ti&m channel suite ist als offene Service-Middleware der ideale Backbone für Cloud-basierte Unternehmensdienste. 
 
Im vorliegenden ti&m special konnten wir hochkarätige Experten und Innovationsleader gewinnen, die das Thema «Cloud» aus verschiedenen Perspektiven kompetent beleuchten. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und freue mich auf spannende Folgediskussionen. 


Wir sind bereit für die Cloud, 
sind Sie es auch?


Thomas Wüst
Thomas Wüst

Thomas Wüst hat Informatik an der ETH in Zürich studiert und ist seit über 30 Jahren in den Bereichen IT-Consulting und Software Engineering tätig. Anfang 2005 gründete er die ti&m AG und leitet seither das Unternehmen als CEO und Hauptaktionär. Ausserdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der ti&m.

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