30. November 2020

«Ich wollte die agile Welt der Software-Entwicklung bei ti&m kennenlernen»

Daniel Ott, Head Product Management

Daniel Ott ist seit November neuer Head Product Management bei ti&m. Vor seinem Engagement war er in zahlreichen leitenden Funktionen bei der UBS und Credit Suisse tätig. Im Interview erklärt er, warum er zu ti&m kam und wie er in seiner neuen Rolle die Digitalisierungsprodukte von ti&m populärer machen will.

Du bist jetzt vier Wochen bei ti&m. Wie war Dein Start bisher?
Er war sehr gut. Ich habe fast mein ganzes Arbeitsleben bei Grossunternehmen gearbeitet und jetzt in ein KMU-ähnliches Unternehmen einzusteigen, war schon eine neue Erfahrung. Man spürt fast keine Hierarchien und es kommt vor allem auf die Kompetenzen der Mitarbeitenden an. Die meisten Personen haben hier mehrere Rollen, was ich sehr interessant finde. Durch diese Matrix-Struktur ist die Agilität in der Firma eigentlich auch sehr gut implementiert. Auf der Kehrseite ist es für den Anfang schwieriger, sich zurechtzufinden, da es nicht das starre Organigramm gibt. Ich lerne daher täglich neue Leute kennen und lerne, die Firma damit auch besser zu verstehen.

 

Was hast Du bisher alles gemacht? 
Hier muss ich etwas weiter ausholen. Beruflich habe ich in der Maschinenindustrie (Spinnereimaschinen) meine ersten Erfahrungen gesammelt. Dies war vor der Zeit, als es ein Informatikstudium an sich gab. Damals haben wir an der Vision einer voll automatisierten Spinnerei gearbeitet. Via real time Prozesssteuerungen bin ich zum Programmieren gekommen. Später bin ich dann bei der CS als Programmierer eingestiegen und habe mich Stück für Stück zum CIO Private Banking hochgearbeitet. Als die CS dann eine Umstrukturierung der IT fürs Private Banking gemacht hat, habe ich mich neu orientiert und bin zur UBS gewechselt. Weil ich nicht mehr so viel reisen wollte, habe ich mich für die Rolle als CIO Schweiz entschieden. Später bin ich dann als CIO Asset Management doch wieder in eine globale Rolle gewechselt und musste wieder viel fliegen. Nach zweieinhalb Jahren hatte ich dann genug davon, immer zwischen Chicago, Zürich und Tokio zu pendeln und ständig müde zu sein. So bin ich dann wieder in eine Schweiz-Rolle gerutscht und habe in der UBS WM-IT das SW Produkt und Service Management geleitet. Nach einer erneuten Umstrukturierung war es dann Zeit für mich zu gehen. Dann habe ich ein paar Monate Pause gemacht und habe mich dann nach einer neuen Aufgabe umgesehen. Denn nur Motorrad fahren und Bücher lesen alleine wird auf die Dauer auch langweilig (lacht).

 

Du warst ja schon recht weit oben in der Hierarchie der Grossbank. Warum nun der Wechsel zur vergleichsweise kleinen ti&m?
Ich wollte in meinem Job etwas herunterfahren, nicht mehr so viele Leute führen und auch nicht um die Welt jetten. Gleichzeitig wollte ich auch wieder näher bei der tatsächlichen Umsetzung von Projekten sein und nicht mehr ausschliesslich im Management. Daher habe ich auch nur ein 80-Prozent-Pensum bei ti&m. 

 

Und warum fiel Dein Entschluss auf ti&m?
Ich kenne Thomas schon sehr lange, damals aber noch auf der Buyer-Seite bei der CS. Damals hat mich ein Pitch von Thomas so überzeugt, dass ich gleich per Handschlag einen Deal gemacht habe. Thomas wusste genau, wovon er redet und ti&m hat auch wie versprochen geliefert. Dies hat tiefen Eindruck bei mir hinterlassen und wir haben im Anschluss einige Projekte gemacht. Die ganze Zeit hindurch erlebte ich ti&m als eine überzeugende Engineering-Firma, mit einem unvergleichlichen Spirit. Mich hat auch gereizt, einmal auf die Anbieterseite zu wechseln und mit meinem Wissen als CIO, die Digitalisierungsprodukte von ti&m zu stärken. Ausserdem wollte ich nicht wieder bei einem so grossen und starren Tanker anheuern. Bei ti&m arbeiten sehr viele noch junge Leute. Von deren Energie, anderen Sichtweisen und Arbeitsmethoden möchte ich profitieren.

 

Was wird die Aufgabe als Head Product Management sein?
Wenn ich das selbst so genau wüsste, die Stelle ist ja auch ganz neu (lacht). Ich habe mir drei Ziele gesetzt. Das erste ist es, die Produkt-DNA in der Firma noch besser zu positionieren. Dazu gehört etwa, dass auch in den Projekten mehr Produktdenken einzieht. Ein weiteres Ziel ist es, eine einheitliche Definition von Produkten zu formulieren. Dazu gehört auch zu bestimmen, welche Produkte wir auch als Produkte positionieren und entsprechend im Markt anbieten wollen. Und zuletzt gehört es natürlich auch zu meinen Zielen, unseren Verkauf durch mein Netzwerk zu unterstützen, da ich viele der Entscheidungsträger in der Schweiz persönlich sehr gut kenne. Ich kann mich gut in diese hineinversetzen und weiss, was sie brauchen und was wir können. 

 

Ich wünsche Dir noch einen schönen Start und viel Erfolg mit Deinen Projekten!


Christoph Grau
Christoph Grau

Christoph Grau ist seit September 2018 bei ti&m tätig und verantwortet die Medienarbeit. Davor arbeitete er mehr als vier Jahre als Redaktor und später als stellvertretender Chefredaktor bei einem grossen Schweizer IT-Fachmagazin. Er studierte Chinawissenschaften und Geschichte an der Freien Universität Berlin.

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