15. December 2018

«ti&m kann ich nur weiterempfehlen»

Sandra Marthaler, KV Lehrende bei ti&m im 3. Lehrjahr

ti&m ist auch ein Ausbildungsbetrieb. Unsere KV-Lernende Sandra Marthaler spricht im Interview, wie es ist, in einer IT-Firma eine Ausbildung zu machen. In ihrer Freizeit fotografiert sie gerne und malt Bilder mit Licht.

Sandra, Du hast Deine KV-Lehre bei TUI Schweiz begonnen. Warum bist Du jetzt bei uns?

Sandra Marthaler: TUI ist sehr im Umbruch. Daher hat es für mich nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr gestimmt. Anfang 2017 habe ich mich schliesslich auf die Suche nach einem neuen Ausbildungsbetrieb gemacht. Per Zufall bin ich dann auf einem Stellenportal auf die Anzeige von ti&m gestossen. Die Internetseite von ti&m hat auch sehr interessant ausgesehen und daher habe ich mich einfach beworben. Danach ist alles sehr schnell gegangen. Ich wurde gleich zum ersten Gespräch eingeladen und dann gab es schon die Zusage zum zweiten Gespräch. Kurz nach Ostern hatte ich dann schliesslich die Zusage, dass ich hier meine Lehre weitermachen kann.

 

Du warst vorher bei TUI in der Touristik-Branche tätig. Wieviel anders ist die Arbeit in einer IT-Firma als KV-Lernende?

Der Bruch war für mich nicht so gross, da ich nur ein halbes Jahr bei TUI war. Die Tätigkeit im Bereich KV unterscheidet sich auch kaum, da beide Branchen im Dienstleistungsgewerbe angesiedelt sind.

 

Sind die Unterschiede zu TUI sehr gross?

Nein. Bei TUI war ich im direkten Kundenkontakt, das ist schon etwas anders. Im Gegenzug habe ich bei ti&m als Lernende deutlich mehr Freiheiten. Bei TUI waren die Vorgaben viel statischer. Die Arbeit wurde viel stärker vorgegeben, gerade im ersten Lehrjahr.

 

Was machst Du denn alles bei ti&m?

Zuerst habe ich beim HR gearbeitet. Eine meiner Hauptaufgabe war es, neue Bewerber einzuladen. Danach durfte ich auch die Start-up-Schulung (das sind die Einführungstage für neue Mitarbeiter bei ti&m) planen. Die erste Planung habe ich mit meiner Ausbildnerin zusammen gemacht und beim zweiten Mal konnte ich es schon selbstständig machen. Das fand ich wirklich cool, die Freiheiten und auch gleichzeitig die Verantwortung zu haben. Aktuell bin ich in der Administration tätig. Da muss ich Rechnungen vorerfassen, Unterschriften einholen, die Zahlungen dann definitiv buchen und nachher alles ablegen. Ich darf auch Projekte eröffnen und Rechnungen erstellen. Dabei bekommt man wirklich einen guten Einblick, was in der Abteilung alles passiert.

 

In der KV-Lehre wechselt man also zwischen den Abteilungen hin und her?

Genau. Eigentlich rotieren wir jedes Jahr. Da ich aber ein Jahr später angefangen habe, fällt bei mir das Marketing weg.

 

Du kommst also nicht mehr zu uns ins Marketing?

Leider nicht.

 

Hättest Du gerne das Marketing gemacht?

Ja schon. Ich bin im Privaten sehr kreativ. Letztendlich habe ich mich aber für Finanzen entschieden. Der Grund war die Abschlussprüfung, damit ich noch mehr Erfahrungen im Bereich Wirtschaft sammeln kann.

 

Was macht Dir am meisten Spass bei den Aufgaben?

Das ist bei mir abhängig vom Tag. Ich erfasse schon sehr gerne neue Rechnungen, es ist nicht so schwer. Grundsätzlich lerne ich aber gerne neue Dinge. Weniger Spass machen die Routinearbeiten wie das Ablegen von Dokumenten. Das ist nicht so anspruchsvoll, aber gehört halt dazu. Sonst habe ich die meiste Zeit Spass bei der Arbeit.

 

Und wie läuft es in der Schule?

Mal besser, mal schlechter (lacht). Es kommt immer darauf an. Momentan habe ich ein kleines Hoch gegen Abschluss meiner Lehre. Toll ist, dass ich hier jeden um Hilfe fragen kann, wenn ich mal etwas nicht verstehe. Auch meine Praxisausbildnerin hilft mir bei Wirtschaftsthemen.

 

Hast Du denn auch Lieblingsfächer?

Englisch habe ich sehr gerne gehabt. Das habe ich aber schon im zweiten Lehrjahr abgeschlossen. Im Freifachkurs mache ich gerade das Advanced, weil es mir viel Spass bereitet. Französisch habe ich hingegen nicht so gerne (lacht).

 

Du hast jetzt noch 1 Jahr vor Dir. Hast Du schon Pläne für die Zeit danach?

Ich bin da noch unschlüssig. Auf der einen Seite möchte ich gerne hierbleiben und auf der anderen Seite möchte ich doch noch die Berufsmatura machen. Da weiss ich aber auch noch nicht, in welche Richtung es gehen soll. Allgemein würde ich gerne in einen kreativen Bereich wechseln. Beispielsweise Design oder Fotografie. Dies wäre aber ein totaler Wechsel vom KV. Momentan habe ich noch keinen definitiven Entschluss gefasst. Ich werde dann mehr oder weniger spontan entscheiden, was ich machen werde.

 

Du machst gerne Fotos. Was genau dabei?

In meiner Freizeit und den Ferien fotografiere ich wirklich gerne. In der Sek habe ich auch meine Abschlussarbeit zum Thema Light Painting gemacht. Ich habe da jemanden kennengelernt, der das macht und er hat mir einen wirklich tiefen Einblick in die Technik gegeben.

Light Painting von Sandra

Ein paar Beispieler ihrer Kunst

Dann ist Deine Zukunft also Influencer?

Nein. (lacht) So etwas habe ich momentan nicht vor. Es ist wirklich nur ein Hobby. Ich möchte nicht so viel Zeit auf Social Media verbringen. Dafür lese ich lieber oder verbringe Zeit mit Kollegen im echten Leben.

 

Würdest Du ti&m weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich finde, es hat eine Menge cooler Leute hier. Auch unsere Events gefallen mir sehr. Wir werden auch als Lernende aktiv mit eingebunden und auch die Aufgaben sind richtig cool. Auch die Ausbildner haben sehr viel Geduld und erklären es auch gerne zwei oder drei Mal. Das ist eine sehr angenehme Atmosphäre.

 

Wo können wir uns noch verbessern?

Mir fehlt noch ein Event nur für Lernende. Zwar haben wir einen Lernendentreff, aber da sind noch die Ausbildner mit dabei. Ich würde mir einen Lernendenausflug oder ähnliches wünschen.

 

Wie empfindest Du die Atmosphäre in der Firma, gerade da vergleichsweise viele Männer hier arbeiten. Ist es besonders?

Ich finde es eigentlich sehr angenehm, mit Männern zusammen zu arbeiten. Bei TUI gab es fast nur Frauen und es kam häufiger zu Zickereien. Das ist bei ti&m viel angenehmer. Als ich hier neu angefangen habe, hatte ich auch das Gefühl, dass ich wie ein kleines Prinzesschen behandelt wurde.

 

Wie sieht so ein typischer Tagesablauf von Dir aus?

Ich komme so gegen halb bis viertel vor acht ins Büro. Dann starte ich den Computer hoch und kümmere mich um meine Ämtli im Büro. Dann schaue ich noch kurz durch die Sitzungsräume und prüfe, ob noch alles sauber und aufgeräumt ist. Danach beginne ich, die Pendenzen vom Vortag abzuarbeiten und bekomme in der Regel auch neue Aufgaben zugeteilt. Gegen 10 Uhr hole ich die Post und erfasse alle Kreditoren vor. Danach ist es sehr unterschiedlich. Am Abend nehme ich dann noch die Post mit als letztes Ämtli vom Tag.

 

Du musst Dich also nicht langweilen?

Nein, es ist sehr spannend.

 

Was machst Du noch in Deiner Freizeit?

Ich lese sehr gerne, gerade jetzt in der der kalten Jahreszeit. Im Sommer gehe ich gerne nach draussen, etwa an den See oder an Festivals. Ich bin gerne unterwegs. Früher habe ich auch Jazz und Hip-Hop getanzt und auch ein bisschen Kickboxen gemacht. In der Lehre fehlt mir leider die Zeit dazu. Jetzt mache ich nur noch Sport, wenn ich Zeit und Lust habe.

 

Die Digitalisierung macht immer mehr Bereiche überflüssig, die Du im KV lernst. Gerade im Bereich Finance. Wie denkst Du darüber und macht es Dir Sorgen?

Ich denke schon, dass die Zahl der KV-Stellen in Zukunft sinken wird. In der Zeitung liest man ja ständig von Stellenstreichungen. Aber ganz verschwinden wird das Berufsprofil meiner Meinung nach nicht. Aspekte wie die Kundenberatung kann man nicht so einfach ersetzen. Vielleicht wird es den Menschen auch irgendwann zu viel und sie wollen wieder Interaktionen mit Menschen haben.

Aktuell haben wir mehr als 60 Stellen in Deutschland und der Schweiz ausgeschrieben. Mehr Details gibt es hier.

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Christoph Grau
Christoph Grau

Christoph Grau ist seit September 2018 bei ti&m tätig und verantwortet die Medienarbeit. Davor arbeitete er mehr als vier Jahre als Redaktor und später als stellvertretender Chefredaktor bei einem grossen Schweizer IT-Fachmagazin. Er studierte Chinawissenschaften und Geschichte an der Freien Universität Berlin.

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