13. August 2020

«Computer, malen und Design sind seit klein auf meine Hobbys»

Liz Ewert Blog

ti&m hat eine Lehrstelle im Bereich Mediamatik geschaffen. Die vierjährige Ausbildung fungiert als Schnittstelle zwischen Informatik und Marketing. Maturandin Liz Ewert begann Anfang August ihre Lehre im Marketing-Team. Im Interview erzählt sie, welche Erwartungen sie an die Lehre hat und wie sich die Corona-Krise auf ihren Bewerbungsprozess auswirkte.

Wie war deine Bewerbung und welchen Einfluss hatte die Corona-Krise?
Liz Ewert: Meine Bewerbung bei ti&m verlief echt gut! Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, nachdem ich von allen gesendeten Bewerbungen während der Corona-Zeit keine Antworten mehr bekam. Doch die E-Mail von ti&m fiel mir sofort auf, als ich sie zwischen all den Frustkäufen bei Zalando entdeckte. Ich war überglücklich, dass es keine Absage war. Etwas komisch war es schon, das Bewerbungsgespräch über Videochat zu machen. Das war eine lustige Situation, aber ich habe mich echt gut mit Pascal Steinmann unterhalten und wusste, dass ich mich bei ihm und seinem Team wohlfühlen würde. Das zweite Gespräch war dann doch live vor Ort in Zürich und ich durfte mir die Firma anschauen. Aus Reflex ist dann aus Versehen manchmal doch meine Hand herausgeschossen, um Hallo zu sagen. Das ist irgendwie eingeschweisst…

Warum hast du dich für ti&m entschieden?
Ich war auf der Suche nach einer kompetenten Firma mit Wachstumspotenzial, die auch mal ein Risiko eingeht und bei der auch meine Stimme erhört wird. Ich bin sicher, dass ich genau das bei ti&m gefunden habe.

Du hast die Matura gemacht. Warum hast du dich für die Mediamatiklehre und gegen ein Studium entschieden?
Ich habe mich schon immer mehr für die Praxis als für die Theorie interessiert. Ich will nicht so harsch sein und sagen, dass ich genug von 24/7 Schule hatte und mich nicht mehr durch die dicken Bücher wühlen wollte, aber irgendwie ist es doch so. In der praktischen Welt kann ich mich viel besser entfalten und habe mehr Spass. Ein Studium kann ich später immer noch machen. Zunächst wollte ich aber wissen, wie es in der Arbeitswelt aussieht.

Hast du bereits Erfahrung in dieser Branche und den Design-Tools?
Was Medien angeht, habe ich bereits vor einiger Zeit ein Jahr lang bei der Schülerzeitung gearbeitet und satirische Texte über die Schule und die Lehrer schreiben dürfen. Das war wirklich spassig. Ich schreibe allgemein echt gerne – auch wenn mein Deutschlehrer nie ein Fan war. In der Schule bekam ich auch die Möglichkeit, ein Jahr lang Informatik als Ergänzungsfach zu wählen. Dabei konnte ich die Grundlagen von HTML, PHP und CSS erlernen. Unter anderem habe ich mich schon sehr lange mit Filmen und Darstellung von Kunst auf Video befasst. Die Maturaarbeit im letzten Jahr meiner Gymi-Karriere habe ich zum Thema «Zuhause» gemacht und dafür drei Kurzfilme gedreht. Sonst mache ich gerne kleine Filme zwischendurch, etwa als Erinnerung an Ferien oder Ähnliches.

War Mediamatik schon immer deine Traumlehrstelle?
Naja, ehrlich gesagt habe ich mich vorher nicht gross damit beschäftigt. Ich hatte wenig bis keine Ahnung, welchen Weg ich einschlagen will. Mein Hirn sah eher aus wie ein Geschäft nach einem Black-Friday-Sale. Schliesslich wäre ich fast Koch geworden und das hat echt nicht viel mit Mediamatik zu tun. Nach langem Überlegen habe ich mich für die Richtung entschieden, die seit klein auf immer und zu jeder Zeit zu meinen Hobbys gehörte: Computer, malen und Design.

Wie stellst du dir deine Lehre bei ti&m vor?
Kreativ sein und viele Ideen haben, sind meine Stärken. Manchmal habe ich schon fast zu viele Ideen. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich mein neu gelerntes Wissen in der Mediamatik-Lehre auch mit anderen teilen kann. Nach ein paar Wochen schüchtern sein, werde ich mich bestimmt auch mal trauen, einen Vorschlag zu machen oder meinen Senf dazuzugeben. Da ich mit dem Internet und Social Media aufgewachsen bin, habe ich wahrscheinlich eine ganz andere Beziehung zu diesen Medien. Vielleicht kann ich so noch eine weitere Facette beisteuern und bei der Verbreitung oder dem Content an sich helfen.

Wie sieht es aus mit deiner Freizeit? Hast du schon einen Ausgleich zum neuen Büroleben gefunden?
Wenn ich mal ein wenig Zeit für mich selbst verbringe und nicht mit meinen Freunden draussen unterwegs bin und skateboarde, dann beschäftige ich mich gerne mit Kunst. Das Gymnasium habe ich auch mit einem künstlerischen Abschluss gemacht, ich habe also das eine oder andere Gemälde geschaffen und viele Bilder analysiert, wenn auch ein wenig widerwillig. Ich muss aber sagen, dass ich die Kunst momentan ein wenig vernachlässigt habe. Ich werde aber sicher wieder den Pinsel in die Hand nehmen.

Das Corona-Virus hat uns allen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was hattest du im Sommer vor und wie hast du den Lockdown erlebt?
Eigentlich hatte ich einiges vor im Sommer. Durch meinen kleinen Nebenjob, den ich für ein halbes Jahr im Verkauf im Niederdörfli machte, habe ich einiges sparen können. Jetzt spare ich alles für das nächste Jahr. Ich plane eine Reise in mein Wunschland Südkorea. Meine Pläne konnten jetzt leider nicht durchgeführt werden und nun ja, viel habe ich in diesem Sommer nicht gerade gemacht. Ein bisschen kochen hier, mal was backen dort… Ein, zwei Roadtrips in der Schweiz und an die Küste Südfrankreichs habe ich mir dann schon auch gegönnt, als die Grenzen wieder offen waren. Doch im Lockdown selbst habe ich vor allem auf dem Sofa gegammelt, Netflix war ein treuer Freund, dann doch ein wenig Sport getrieben und ein kleines Meisterwerk in Videoformat geschaffen als der Toilettenpapiermangel gross war. Ich muss sagen, das waren die lustigsten drei Stunden während des Lockdowns.

Was sind deine Erwartungen an die nächste Zeit?
Vielseitige Arbeit, neue Sachen lernen und zeigen, was ich kann. Das sind die Hauptsätze, die ich erwarte, an die Firma und natürlich auch an mich selbst.


Tanja Beeler
Tanja Beeler

Tanja Beeler studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Politologie sowie Gender Studies an der Universität Zürich. Seit Anfang 2016 arbeitet sie als Marketing Expert bei ti&m. Neben verschiedenen Events und dem HR Marketing, betreut sie das Projekt hack an app.

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