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Das System ersetzt die früher papierbasierten Verfahren für Lizenzen in der Luftfahrt, von Drohnen über Piloten bis hin zu Bodenpersonal, durch eine vollständig digitale, benutzerfreundliche Lösung. Heute laufen Lizenzierungsprozesse effizient, transparent und sicher – für das BAZL ebenso wie für zehntausende Antragstellende.

Von Papierformularen zu durchgängigen Onlineprozessen

Bis zur Einführung von dLIS reichten Piloten und Flugschulen ihre Anträge per Post oder gescannt per E-Mail ein. Jeder Antrag musste manuell geprüft, erfasst und weiterverarbeitet werden. Ein hoher administrativer Aufwand mit langen Bearbeitungszeiten.

Mit dem digitalen Lizenzsystem (dLIS) hat das BAZL diese Prozesse vollständig digitalisiert: Von der Registrierung über die Ausbildung und Prüfung bis hin zur Bezahlung und Zertifikatserstellung erfolgt jeder Schritt ohne Medienbruch. Ende 2024 ging der erste Teil live und ermöglichte Drohnenpilotinnen und -piloten (UAS), Zertifikate online zu beantragen. Seither werden laufend neue Funktionen ergänzt wie Bezahlmöglichkeiten oder die automatische Terminbuchung für Theorieprüfungen, und das Angebot schrittweise um weitere Prozesse für zusätzliche Zielgruppen ausgeweitet.

+42’000

Registrierte Nutzer

+23’000

Zahlungen

+14'000

Ausgestellte Zertifikate

Komplexität gemeistert – mit klarer Architektur und agiler Umsetzung

Die Umsetzung von dLIS war fachlich wie technisch anspruchsvoll: Zahlreiche Anspruchsgruppen wie Drohnenpiloten und Flugschulen mussten berücksichtigt und über elf Umsysteme integriert werden. ti&m übernahm als Generalunternehmer die Gesamtverantwortung: Projektleitung, Architektur und UX-Design bis hin zu Entwicklung, Integration und Testmanagement. Die Umsetzung erfolgte in einem hybriden Projektmodell nach HERMES und Scrum: Nach einer klassischen Konzeptphase wurde die Entwicklung agil mit dreiwöchigen Sprints realisiert. Technologisch basiert dLIS auf einer modernen, modularen Architektur mit einem Backend und zwei Frontend-Applikationen, getrennt nach internen und externen Nutzergruppen. Ein eigens entwickelter Integration Layer sorgt als Datendrehscheibe für die Kommunikation mit allen Umsystemen. Als Workflow-Engine kommt Camunda Platform 8 zum Einsatz, um komplexe Genehmigungs- und Prüfprozesse zu steuern.
 

Aufgebaut auf bewährten ti&m-Technologien

Für die Umsetzung setzte ti&m auf das eigene egov framework und mehrere Solution Building Blocks, unter anderem für dynamische Formulare, Workflow-Integration sowie UI & Portal auf Basis von Next.js. Im Frontend kommen moderne Webtechnologien wie React, Typescript, Tailwind und JsonForms zum Einsatz; im Backend sorgen Spring Boot, Camunda, Postgres und Zeebe für Stabilität und Skalierbarkeit. Die Lösung läuft containerisiert auf OpenShift und Kubernetes und ist damit cloudfähig und hochverfügbar. Durch die Integration in zentrale Systeme wie EMPIC EAP (das internationale Aviation Licensing System) und SAP fügt sich dLIS nahtlos in die Systemlandschaft des BAZL ein.
 

«Lizenzbewirtschaftung ist ein Massengeschäft. Seit wir dLIS nutzen, arbeiten wir deutlich effizienter. Mit ti&m haben wir einen Partner, der sich schnell in neue Gebiete einarbeitet und Projekte technisch wie finanziell transparent umsetzt.»

– Leiter Sektion Flugpersonal, Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL

Mehr Effizienz, weniger Aufwand

Ein grosser Schritt in die digitale Zukunft. dLIS bringt dem BAZL und seinen Nutzerinnen und Nutzern messbare Vorteile:

Effizienzsteigerung

Automatisierte Abläufe reduzieren Bearbeitungszeiten und administrativen Aufwand erheblich.

Kostenersparnis

Die digitale Abwicklung senkt Prozesskosten und vereinfacht das Datenmanagement.

Nutzerfreundlichkeit

Antragstellende erledigen ihre Lizenzverfahren komfortabel online – unabhängig von Ort und Zeit.

Zukunftssicherheit

Die modulare Architektur ermöglicht es, neue Lizenzarten und regulatorische Anforderungen flexibel zu integrieren.

Modular, effizient, souverän – mit Solution Building Blocks

Mit dLIS hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt seine Lizenzierungsprozesse konsequent digitalisiert und neue Standards für moderne, bürgernahe Verwaltungslösungen in der Schweiz gesetzt. Die digitale Transformation der Verwaltung erfordert Tempo, Effizienz und digitale Souveränität. Mit unseren Solution Building Blocks (SolBB) stellen wir Verwaltungen genau diese Werkzeuge bereit: modulare, wiederverwendbare Bausteine für Backend, Frontend, Prozesse, Stammdaten und Sicherheit, kombiniert mit bewährten Architektur- und Integrationsmustern sowie methodischen Templates. Kernkomponenten des neuen Systems wie das eGov Framework, dynamische Formulare, Workflow-Integration und UI & Portal basieren auf diesen Solution Building Blocks.

Solution Building Blocks beschleunigen die Projektdurchführung, verbessern die Zusammenarbeit zwischen Fach- und IT-Seite und sorgen dafür, dass Lösungen flexibel, skalierbar und langfristig wartbar bleiben. Sie verbinden Flexibilität wie bei Individualsoftware, Stabilität wie bei Standardlösungen und digitale Souveränität durch Open Source. Verwaltungen können so digitale Services schneller, effizienter und unabhängig von einzelnen Herstellern umsetzen – vom Proof of Concept bis zur vollständigen Fachanwendung.

Head eGov & Industries

Magdalena Koj

Bauen Sie mit uns: Block für Block zur smarten Lösung für digitale Souveränität.