19. Februar 2019

«Eine solch grosse Flexibilität gibt es bei kaum einer anderen IT-Firma»

Andrea Riser

Mit «Liquid Working» erleichtert ti&m es seinen Mitarbeitern, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Wie unsere ti&m Consultant Andrea Riser davon profitiert, berichtet sie im Interview kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes.

Diese Vorteile bietet «Liquid Working»

Pensen können innerhalb von einer Woche von 80 auf 100 Prozent und auch umgekehrt angepasst werden. Die Entscheidung liegt beim direkten Vorgesetzten.

Pensumanpassungen von mindestens 60 Prozent wegen Kinderbetreuung werden vom Vorgesetzten entschieden.

Für Mütter gibt es neu eine Job-Wiedereinstiegsgarantie bis zu 2 Jahre nach der Geburt. 

Frischgebackene Väter erhalten 10 Tage Vaterschaftsurlaub.

Unbezahlter Urlaub kann mit Einverständnis vom Projektleiter und Vorgesetzten bezogen werden. Ein unbezahlter Urlaub ist weiterhin prinzipiell jederzeit möglich. Die GL wird lediglich informiert. Personenversicherungen werden maximal 7 Monate von ti&m bezahlt.

Mehr Infos gibts hier.

Andrea, Du bist jetzt im achten Monat schwanger. Arbeitest Du noch 100 Prozent?
Nein. In der 35. Schwangerschaftswoche habe ich auf 50 Prozent reduziert. Davor habe ich noch 100 Prozent gearbeitet.

Warum musstest Du reduzieren?
Für mich war nicht die Arbeit an sich anstrengend, sondern das viele Pendeln. Vor allem das Reisen zwischen Büro und Kunden war sehr belastend. Auch habe ich dadurch häufig recht lange Tage, was mit der Zeit anstrengend wurde. Die Arbeit an sich hätte ich sonst schon noch bewältigen können.

Wie ist die Reduzierung Deines Pensums administrativ gelaufen?
Gleich nachdem ich meine Schwangerschaft mitgeteilt habe, hat das HR das Gespräch mit mir gesucht. Sie haben mir offen aufgezeigt, dass ich auch einmal einen halben oder ganzen Tag Auszeit nehmen kann, wenn ich mich nicht so fit fühle. Dies natürlich in Absprache mit meinem Vorgesetzten. Das HR war sehr zuvorkommend und flexibel im Umgang mit mir. Als ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr die 100 Prozent schaffe, habe ich mich vom Arzt entsprechend krankschreiben lassen. Mit dem HR habe ich dann den ganzen administrativen Teil besprochen. Da ich bereits einige ganztägige Termine abgemacht hatte, habe ich diese in Absprache mit meinem Vorgesetzten noch wahrgenommen. Dafür konnte ich dann zum Ausgleich einen anderen ganzen Tag frei machen. Die Absprache war sehr einfach und unkompliziert.

Wie lange planst Du nach der Geburt eine Auszeit zu nehmen?
Ich musste es zum Glück noch nicht fix angeben, was ich gut finde. Nach der Geburt kann ich mich melden und dann wird die Auszeit vom HR berechnet. Also die 14 Wochen plus meine restlichen Ferien, um den Monat voll zu machen. Danach kann ich dann entscheiden, wie lange ich noch unbezahlt Ferien nehmen will. Ich habe schon vorab informiert, dass ich ganz sicher ein halbes Jahr weg sein werde. Ob es am Ende dann sieben oder acht Monate werden, das weiss ich noch nicht so genau.

Die maximal möglichen 2 Jahre werden es also nicht?
Nein, ganz sicher wird es nicht so lange. Aber da es mein erstes Kind ist, bin ich froh, dass ich es so flexibel entscheiden kann.

Dann geht das Kind in die Kita?
Nein. Ich habe das Glück, dass ich das Kind einen Tag bei meiner Mami und einen Tag bei meiner Schwester noch in Betreuung geben kann. Wir wohnen gleich Tür an Tür. Mein Mann möchte auch noch auf 80 Prozent reduzieren und einen Papi-Tag machen.

Mit welchem Pensum willst Du wieder einsteigen?
Nach einer Eingewöhnungsphase möchte ich wieder mit 60 Prozent einsteigen. ti&m ist dabei sehr flexibel auf meine Bedürfnisse eingegangen.

Was unterscheidet ti&m von anderen Arbeitgebern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Natürlich sind vor allem viele Grossfirmen von den finanziellen Benefits besser aufgestellt als ti&m. Die Flexibilität ist dort aber bei weitem nicht so hoch wie bei ti&m. Ich sehe es bei Freundinnen, die schon lange vor der Mutterpause einen genauen Wiedereinstiegsplan vorlegen müssen. ti&m ist dabei viel agiler und flexibler. Ich kann dann Bescheid sagen, wann es für mich passt und ti&m geht individuell auf meine Bedürfnisse ein. Auch für Väter finde ich es gut, dass sie so flexibel das Arbeitspensum anpassen können. Viele Grossfirmen sind da noch weit davon entfernt und hier ist es gelebter Alltag.

Andrea Riser

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Christoph Grau ist seit September 2018 bei ti&m tätig und verantwortet die Medienarbeit. Davor arbeitete er mehr als vier Jahre als Redaktor und später als stellvertretender Chefredaktor bei einem grossen Schweizer IT-Fachmagazin. Er studierte Chinawissenschaften und Geschichte an der Freien Universität Berlin.